#nostress: 5 Tipps für Entspannung

Die besten Tricks für gutes Stressmanagement vom Karrierecoach Sven Emmrich.

Ob die Corona-Krise, ein stressiger Arbeitsalltag, unser Privatleben oder Termindruck – es gibt genügend Situationen in unserem Leben, die wir als stressig empfinden. Das kann auf Dauer unser mentales und körperliches Wohlbefinden stark beeinträchtigen; je mehr Stress, desto weniger resistent scheinen wir zu werden.
Unser Workshop-Coach Sven Emmrich von Karrierehelden hat seine Top 5 Tipps für Entspannung und Stressmanagement zusammengefasst.
Wer lesen als zu stressig empfindet, kann sich das Ganze auf hier auf YouTube ansehen. ;-)

#1: Der „Pattern Interrupt“
Diese Methodik kommt aus der Hypnose und bedeutet „Muster Unterbrechung“.
Unsere Gedanken und unser Handeln laufen in Mustern ab, wodurch wir automatisch eine Alltagsstruktur für uns herstellen. Auch bei Stress und Anspannung fallen wir in automatisierte Verhaltensmuster zurück, aus denen der Ausbruch unmöglich erscheint, weil wir es als reflexartig wahrnehmen.
Pattern Interrupt sind letztendlich Aktionen und Vorgehensweisen, um diese automatisierten Verhaltensweisen zu durchbrechen – je absurder, desto besser, denn: Um ein Muster zu unterbrechen, müssen wir etwas Gegenteiliges zum Stress tun.

Beispiel:
Bei stressiger Arbeit einfach zwischendurch ein Lieblingslied ganz laut in Mickey Mouse Stimme singen.
Wenn man gestresst von Termin zu Termin hetzt, einfach mal ein paar Schritte hüpfend nehmen und ein paar Drehungen einbauen – fühlt sich viel besser an, als den Stress durch gehetzte Schritte zu befeuern.

#2: Die Satellitentechnik
Verspürst du Stress, so ist eine Frage enorm wichtig: Wird das, worüber ich mich gerade ärgere, mit etwas Abstand, wirklich wichtig sein? Spielt das, was gerade schwierig wirkt, in einem Jahr überhaupt noch eine Rolle?
Die Dinge, die bereits passiert sind, kann man nicht mehr ändern – man kann aber die eigene Sicht auf sie beeinflussen.
Wenn du die Frage mit „Nein“ beantworten kannst, solltest du direkt ein ruhigeres Gefühl haben.

Beispiel:
Die Kinderbetreuung in der Corona-Krise stellt eine Doppelbelastung für dich da und du hast das Gefühl, dass dir alles über den Kopf wächst.
In einem Jahr, wenn die Kinder wieder zur Schule können, denkst du wohl eher folgendermaßen an die Zeit zurück: Wie schön, dass man diese Situation gemeinsam überstanden hatte und dadurch ein wenig Zeit miteinander geschenkt bekommen hat. Der normale Arbeitsalltag kommt dir dagegen wie Wellness-Urlaub vor! Ist doch super, oder nicht?

#3: Die Visualisierung
Unsere Spezies neigt dazu, in Bildern zu denken. Visualisierung hilft dabei, sich in einer Vorstellung zu verlieren oder etwas realer erscheinen zu lassen. Überleg‘ dir in einer Stress-Situation also genau, wann du das letzte Mal so richtig glücklich warst. Stell dir diese Situation bildlich vor, höre in deinen Körper hinein, wo dieses positive Gefühl steckt – diese kurze „Ausflucht“ zu schöneren Momenten hilft deinen Stresslevel ein wenig zu senken.

Beispiel:
Der letzte Wochenendtrip in einer anderen Stadt war wie Balsam für deine Seele. Stell dir die Szenen dieses Trips genauestens vor, schau dir Bilder davon an oder bestell den Wein, den du an diesem einen wunderschönen Ort im Sonnenuntergang getrunken hast, einfach mal online, um den Geschmack mal wieder hervorzurufen. Plane vielleicht den nächsten Wochenendtrip, um wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

#4: Der Einfluss- und Sorgenkreis
Der Einflusskreis beinhaltet die Dinge, die du beeinflussen kannst. Der Sorgenkreis wiederum beinhaltet jene, um die du dich sorgst. Ist der Sorgenkreis größer oder mit mehr Elementen gefüllt als der Einflusskreis, so bist du angespannt. Es gilt also, den Einflusskreis auszudehnen oder den Sorgenkreis zu minimieren.

Beispiel Einflusskreis ausdehnen:
Fokussiere dich auf Tätigkeiten, Entscheidungen oder Aufgaben, auf die du einen aktiven Einfluss hast. Dich stresst die Steuererklärung, die du seit Ewigkeiten schon erledigen wolltest? Das liegt an dir, erledige sie – evtl. holst du dir Support dazu, wenn du dich nicht alleine motivieren kannst.
Im Einflusskreis hilft vor allem eines: einfach mal machen.

Beispiel Sorgenkreis minimieren:
Klingt komisch oder resignierend, ist es aber gar nicht: Schraube deine eigenen Ansprüche und die Erwartungshaltung an dich selbst hier und da mal runter. Du MUSST nicht unbedingt in genau dieser Woche, an exakt dem Tag in der Zeitspanne das Bad putzen – wenn es später wird, ist das halt mal so. Stress dich nicht mit Kleinigkeiten.
Und auch Freizeitstress kann sich negativ auf uns auswirken; wenn du mal lieber einen Abend auf der Couch verbringst statt beim After Work zu hocken, dann ist das so. Lerne auch öfter „Nein“ zu sagen – ein kleines Wort, das wahre Wunder vollbringen kann.

#5: Verwende Störungen für deine Entspannung
Wie das gehen soll?! Du verwendest die schlechten Einflüsse und nutzt sie für eine positive Umwandlung. Schlechte Gedanken können deinen Entspannungsprozess generell stören. An gar nichts denken ist fast ein Ding der Unmöglichkeit – Yoga-Anfänger werden dies wissen. Wenn man die Auslöser der Spannung aber nicht ignoriert, sondern sie völlig annimmt, kann man im Idealfall folgendes Szenario erreichen: Je mehr Stress entsteht, desto entspannter und lockerer geht man damit um. Erfolgreiche Personen wie Elon Musk besitzen diese Fähigkeit, um mit ihrem Stress umzugehen. Diese Fähigkeit hängt mit Hyperrationalität zusammen.

Beispiel: Im Jahr 2008 ging es der weltweiten Wirtschaft alles andere als gut. Die Automobilwirtschaft hatte und hat stark zu kämpfen, Tesla – Musks Firma – stand kurz vor der Pleite, er befand sich zudem mitten in einer Scheidung.
Wir alle kennen diese: „Das hat jetzt gerade noch gefehlt“- oder „Warum immer ich?!“-Momente. Wenn wir uns allerdings nicht negativ in die hereinsteigern, sondern die Energie, die daraus entsteht für neue Wege nutzen, bekommen wir ungeahnte Power.

Sven Emmrich tritt regelmäßig als Coach auf unseren Jobmessen auf.
Die nächstgelegene Messe findest du hier.

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