Duales Studium (Polizei Niedersachsen)

Jobkolumne gefällig? Weiter geht's mit Hanna und Thorsten von der Polizei Emsland/Grafschaft Bentheim.

Hanna und Thorsten haben eines gemeinsam: sie möchten Menschen helfen und mit ihrem Job etwas bewirken. Darum haben sich beide für ein duales Studium bei der Polizei Niedersachsen entschieden, das vor allem von Abwechslungsreichtum geprägt ist. Beide sind aktuell bei der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim als Praktikanten tätig und schätzen den Teamgeist als auch die Aussichten auf einen familienfreundlichen und krisensicheren Beruf. Warum man als Gesetzeshüter weit mehr Aussichten hat als Streife fahren und Donuts essen, erklären die beiden in unserer Jobkolumne.

Spot on: Hanna & Thorsten!

Welches Studium absolvierst du und welche inhaltlichen Elemente beinhaltet dies?

Hanna: Ich absolviere ein duales Studium an der Polizeiakademie Niedersachsen. Dieses ist sehr breit aufgestellt und reicht von Rechtsfächern über Sozialwissenschaften, Kriminalistik bis hin zu praktischen Trainings wie die „Abwehr und Zugriffstechniken“. Weitere Schwerpunkte liegen auch im Bereich des Verkehrsrechts und der Einsatzlehre.

Thorsten: Ich absolviere zurzeit das Bachelor Studium an der Polizeiakademie Niedersachsen für den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Das Studium ist aufgeteilt in Theorie, Praxisvorbereitung und schlussendlich die Praxis selbst. In der Theorie kommen alle Bereiche vor, die uns im Polizeialltag begegnen können. Das reicht von den Rechts- und Sozialwissenschaften bis hin zu Verkehrsrecht und Einsatzlehre. In der Praxisvorbereitung wird das Erlernte in Kleingruppen bei der Durchführung von verschiedenen Situationstrainings angewandt. Ziel dieser Situationstrainings kann das Erlernen von Handlungsweisen bei Verkehrskontrollen, Ruhestörung oder auch bei einem Einbruch sein. Auch auf die Gesundheit wird ein großer Wert gelegt, so haben wir z.B. fast wöchentlich Sporteinheiten im Programm. Im zweiten Studienjahr ist der Fokus, wie bei mir aktuell, auf die Praxis gelegt. In diesen beiden Praxismodulen ist man für jeweils drei Monate im Streifendienst, oder im Ermittlungsdienst tätig und kann das in der Theorie erlernte anwenden. In den Praktika bilde ich mit einem sogenannten Anleiter ein Team.

Wie ist die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim so als Ausbildungsbetrieb?

H: Die Polizeiinspektion in Lingen ist ein moderner und interessanter Ausbildungsbetrieb. Da bei der Polizei täglich verschiedenste Einsätze gemeldet werden, gestaltet sich jeder Tag anders. Das ist besonders für mich als Praktikantin spannend, da man hier die Arbeit eines Polizeibeamten am besten kennenlernen kann. Menschen helfen, Festnahmen, Verfolgungsfahrten, Fahndungen – eben in jeder Situation vor Ort für Recht und Ordnung sorgen. Als Praktikantin fühle ich mich hier seit dem ersten Tag sehr gut aufgehoben. Meine Kollegen sind sehr hilfsbereit und versuchen mich überall zu unterstützen, damit ich viel lernen und viele Erfahrungen sammeln kann. Außerdem werde ich hier als angehende Polizistin trotzdem als Kollegin angesehen und akzeptiert und muss mich nicht in irgendeiner Weise behaupten oder mich geringwertiger fühlen – im Gegenteil. Dieses Gefühl stärkt zudem die Zusammenarbeit als ein großes Team. Ich bin nie auf mich allein gestellt und habe immer einen Ansprechpartner – sei es mein Anleiter, der mich durch das Praktikum begleitet oder auch die anderen Kollegen in meiner Schicht.

T: In der Inspektion wurde ich als Bachelor sehr gut aufgenommen und habe das Gefühl als vollwertiger Kollege akzeptiert zu sein. Aufgrund der Größe der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim hat man jederzeit die Möglichkeit Fragen an die verschiedenen Fachkommissariate zu richten oder auch mal selbst eine Hospitation zu machen.

Was fordert dich am meisten in deinem Studium?

H:Am meisten fordert mich der direkte Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Alles was wir in den theoretischen Fächern lernen, können wir fast direkt in unseren praktischen Trainings umsetzen. Diese Umwandlung vom Gelernten in die direkte Handhabung ist da sehr fordernd für mich. Hinzu kommen dann auch die jeweils 3 Monate langen Praktika, wo man schon mal ein bisschen „Berufsluft“ schnuppern kann.

T: Ich bin mit 32 Jahren von der Bundeswehr zur Polizei gewechselt. Nach mehreren Jahren Praxis musste ich erstmal das Lernen wieder lernen. Mir hilft dabei der Austausch in der Studiengruppe, hier unterstützen wir uns immer gegenseitig. Für mich würde ich sagen, dass mich die Theorie am meisten fordert.

Was macht dir am meisten Spaß?

H:Am meisten Spaß machen mir die praktischen Trainings, wie das Schießtraining oder das Training für „Abwehr und Zugriffstechniken“. Dabei wird man wirklich gefordert und kann sich von Mal zu Mal verbessern. Was mir auch noch sehr viel Freude bereitet, ist das Praktikum selbst. In den Kontakt mit Bürgern treten und nach der „learning by doing“-Art die gängigen Maßnahmen zu erlernen.

T: Die Praxis. Das Erlernte anzuwenden, sich auf jede Situation und auf den Bürger neu einstellen zu müssen. Ich schätze den persönlichen Kontakt, die Bürgernähe und dem Bürger helfen zu können.

Warum hast du dich für dieses duale Studium entschieden?

H: Ich habe mich für das duale Studium entschieden, weil ich immer einen abwechslungsreichen und spannenden Beruf ausüben wollte. Zudem ist der Aspekt, dass man Arbeit leistet, die anderen wirklich weiterhilft, für mich immer sehr attraktiv vorgekommen. Auch das Studium selbst ist bereits so abwechslungsreich, weil kein Tag wie der andere ist. Der ständige Wechsel zwischen Theorie und Praxis hat mich bei der Wahl meines Studiums besonders angesprochen. Außerdem bietet mir die Polizei Niedersachsen einen festen und familienfreundlichen Job, wenn ich als Polizeikommissarin erfolgreich mein Bachelorstudium absolviert habe.

T: Die Mischung aus Theorie und Praxis macht dieses Studium für mich so interessant. Die Dozenten vermitteln die Inhalte des Studiums mit vielen persönlichen Erfahrungen. Ich helfe gerne den Bürgern bei jeglichen Problemen, diese Probleme wird es immer geben, was die Polizei zu einem sicheren Arbeitsplatz auch in der Zukunft macht.

Wie stellst du dir dein künftiges Berufsleben vor?

H: Noch weiß ich nicht genau, wohin es mich nach dem Abschluss meines Studiums verschlagen wird. Zunächst einmal möchte ich gerne viel Erfahrungen sammeln, sehr gerne im Einsatz-und Streifendienst und vielleicht auch in der Bereitschaftspolizei.  Sehr spannend finde ich zum Beispiel auch den Kriminalermittlungsdienst. Auf jeden Fall stelle ich mir meine Karriere sehr vielseitig vor, da man bei der Polizei Niedersachsen so viele Möglichkeiten hat. Dabei ist mir wichtig, dass ich Beruf und Familie gut kombinieren kann, was hier allerdings gar kein Problem darstellt.

T: Zuerst einmal heißt es 2021 das Studium erfolgreich abzuschließen. Danach stehen mir hier bei der Polizei in Niedersachsen alle Möglichkeiten offen. Es heißt Erfahrung im Polizeidienst zu sammeln, um dann in Zukunft auch eventuell Führungsaufgaben zu übernehmen.

Zu guter Letzt: Verrätst du uns einen kleinen Insider oder den witzigsten Spruch innerhalb eures Teams?

H: Während wir auf einen Rettungswagen für eine verletzte, mit sprunghaft wechselndem Verhalten geprägte, Person warteten, wurde ein Kollege während ihrer „Aggrophase“ wie ein Drache angefaucht.

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