Bewerber oder Problemlöser?

Die Entscheidung triffst du! Hol' dir hier mehr Infos.

Ein Gastbeitrag von Karriere-Experte Patrick Baur.

Wenn wir unsere Vorträge auf der Jobmesse halten, gibt es einen Vortrag, wo die meisten ganz genau hinhören. Er steht unter dem Motto „Bewerber oder Problemlöser?“
Aber was ist damit genau gemeint? Wir haben einmal die drei wesentlichen Aspekte zusammengetragen, die man sich während eines Bewerbungsprozesses – und vor einem Vorstellungsgespräch klar machen sollte:

1. Jede Stellenausschreibung ist ein Problem

Starten wir mit dem vielleicht wichtigsten Gedanken vorweg. Das Unternehmen hat ein Problem, welches es lösen muss. Denn sonst hätten sie dich nicht eingeladen. Ja, sonst hätten sie die Stelle nicht öffentlich ausgeschrieben. Sonst würden sich deine Gesprächspartner nicht die Zeit nehmen, um sich mit dir zu treffen. Zeit ist Geld heißt es. Und die investieren in dich im Rahmen eines Bewerbungsprozesses eine Menge Zeit. Naja, und wenn wir noch einmal zurück auf das „Problem“ kommen, dann scheinen sie zu glauben, dass du die Lösung dafür sein könntest. Aber dafür ist es natürlich wichtig, dass du bereits in den Unterlagen deutlich machst, warum du das in der Stellenbeschreibung skizzierte Problem genauso gut oder vielleicht sogar besser lösen kannst als andere.

2. Gute Vorbereitung ist das A und O

Du solltest in einem guten Bewerbungsprozess nichts dem Zufall überlassen. Sei gut vorbereitet auf deinen Ansprechpartner, auf das Unternehmen. Spiele aber auf bewusst deine Trümpfe aus. Denn das ist der Part, den du aktiv beeinflussen kannst. Deine Vorbereitung auf das Gespräch ist dein Fundament. Wenn du gut vorgearbeitet hast, dann weißt du, was du gut kannst und gerne machst. Du kannst Erfolgsgeschichten aus deinem bisherigen (Berufs-)Leben aus dem Ärmel schütteln und damit deine Kompetenz untermauern. Du kannst Begründungen liefern, warum du genau der beziehungsweise die Richtige für den Job bist. Du bist dir sicher. Gute Vorbereitung ist das A und O. Gezielte Vorbereitungsmöglichkeiten gibt es viele. Du kannst dir klar werden über deine Fähigkeiten. Über das, was dir wichtig ist. Ein guter Elevator Pitch, also eine pointierte Kurzvorstellung beispielsweise, kann ausgearbeitet und geübt werden. Gesprächssituationen kannst du trainieren und simulieren. Du kannst dir vorher Feedback holen.

3. Präsentiere dich im gesamten Prozess als Partner auf Augenhöhe

Achte auf deine Gedanken und deine Einstellung im Bewerbungsprozess sowie vor und nach dem Vorstellungsgespräch. Verhalte dich wie ein Profi. Wie wir zuvor schon festgehalten haben, ist ein Profi gut vorbereitet. Ein Profi weiß aber auch, was sonst noch dazu gehört, um sich nicht kleiner zu machen als man ist. Das bedeutet: Habe keine Angst vor der Vorstellungssituation. Bewerbungsprozesse sind fies. Denn sie sind voller Hürden. Und sie bedeuten ganz viel Arbeit. Aber du hast dich durchgekämpft. Du hast es geschafft. Deine Bewerbungen haben zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch geführt. Ein Grund zum Feiern. Denn nicht jeder schafft das. Und dennoch würden die meisten jetzt gerne ganz schnell diesen Prozess hinter sich bringen. Würdest du auch am liebsten eine Flasche Baldrian zu dir nehmen, um dich zu beruhigen? Ich kann das verstehen. Auf den Punkt in der Gesprächssituation da zu sein… Auf den Punkt zu liefern – das kann eine Herausforderung sein. Vor allem dann, wenn man sich seiner Sache nicht sicher ist. Und das direkt auf mehreren Ebenen. Du kannst dir nicht sicher sein, dass deinem Gegenüber deine Nase passt. Dass die Chemie zwischen euch stimmt. Du kannst dir nicht sicher sein, dass du heute einen guten Tag erwischt hast. Du kannst dir nicht sicher sein, dass das Unternehmen und die Aufgabe wirklich zu dir passen. Und du kannst dir nicht sicher sein, ob die vertraglichen Rahmenbedingungen wirklich zu deinen Vorstellungen passen. Viele Dinge, die du erst erfahren und herausfinden wirst. Aber deswegen stellen sich in einem solchen Gespräch zwei Seiten vor. Nicht nur du stellst dich dem Unternehmen vor. Auch das Unternehmen stellt sich dir vor. Auch die Vertreter, die dir gegenüber sitzen sind auf der Suche nach dem geeigneten Kandidaten. Und haben schon viele Bewerbungen bekommen, die sie aussortiert haben. Um herauszufinden, ob ihr zusammenpasst, stellen sie dir Fragen. Wer fragt führt, heißt es in einem Lehrsatz, der gerne Führungskräften in ihrer theoretischen Ausbildung mitgegeben wird. Mache dir das zu Nutze. Frage auch du. Wie bei einem ersten Date. Da lässt du auch nicht nur deinen Gesprächspartner dir Fragen stellen. Augenhöhe, Partnerschaft bedeutet, dass die Spielregeln für beide Seiten gelten. Bereite also kluge Fragen vor.

Und nicht nur das: Bereite das Gespräch auch nach. Schreibe eine E-Mail oder vielleicht sogar eine Postkarte mit einem kurzen Dank für die Zeit, die der Gesprächspartner mit dir geteilt hat. Eine kleine Geste mit großer Wirkung. Man bleibt im Dialog. Ebenfalls ein Anzeichen für Augenhöhe und Partnerschaft.

Es sind Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Misserfolg bei der Jobsuche entscheiden. Wir hoffen, dass die oben geteilten Gedanken dir helfen, deinen Stellenwert in der Bewerbungssituation richtig einzuordnen. Zu einer guten Beziehung gehören immer zwei!
In diesem Sinne - viel Erfolg bei der Jobsuche!

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