Ausbildung, Studium oder Duales Studium? – Das ist hier die Frage!

Ein Wort mit sieben Buchstaben – in Leuchtschrift flackert es Tag und Nacht vor dem inneren Auge: ZUKUNFT. Das Ende der Schulzeit ist auch gleichzeitig wieder ein Neuanfang. Was hält sie für mich bereit, wo geht es für mich hin? Was passiert, wenn ich mich falsch entscheide? Kein Wunder, dass einem die Entscheidung bei knapp 19.000 Studienangeboten und über 500 Ausbildungsmöglichkeiten nicht leichtfällt, weil man die Qual der Wahl hat. Wir zeigen euch, welche Vor- und Nachteile jeweils eine Ausbildung, ein Studium oder ein Duales Studium bietet.

Ausbildung

Auszubildende starten ab dem ersten Tag praktisch durch und sammeln direkt die ersten Berufserfahrungen. Ein großes Pro-Argument ist natürlich, dass man während der Ausbildung bereits Gehalt bekommt. Außerdem gibt es eine hohe Chance auf eine Übernahme in dem Betrieb, in dem man gelernt hat. Eine Ausbildung ist ebenso eine solide Basis für ein anschließendes Studium, um wissenschaftliche Perspektiven der Branche zu vertiefen. Während und nach der Lehre gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten von Zusatzqualifikationen. Dennoch muss man sich bewusstmachen, dass eine Ausbildung weniger Freiheiten als ein Studium bietet. Ebenso ist ein Auslandsaufenthalt nicht so einfach möglich. Die Bezahlung muss nicht, kann aber eventuell schlechter sein, wenn man nicht studiert hat. Das hängt meist von der Branche ab. Dazu zählen auch die geringeren Aufstiegschancen.

Studium

Das Studentenleben soll die beste Zeit im Leben sein, so hört man. Partys in der Woche, Vorlesungen erst ab 12 Uhr – die Gestaltung des Alltags ist sehr flexibel. Außerdem gibt es zig Studiengänge zwischen denen man auswählen kann. Dabei muss der spätere Beruf nicht immer zwingend dem genauen Studiengang entsprechen. Durch das Setzen von verschiedenen Schwerpunkten wird das Berufsfeld zwar eingegrenzt, ist aber dennoch größer als bei einer Ausbildung. Obwohl Studierende viele Vergünstigungen durch ihr Semesterticket bekommen, muss man auch die Kosten für die Studienbeiträge und die Lernmaterialien sehen. Wenn man zusätzlich noch eine Wohnung oder eine WG bezahlen muss, sind auch Nebenjobs keine Seltenheit. So studiert man tagsüber und arbeitet oft nachmittags oder abends, um sich das Studentenleben zu finanzieren. Um in Regelstudienzeit zu studieren, steht man häufig unter einem enormen Leistungsdruck. Hat man dann einen Bachelor- oder gar einen Masterabschluss, garantiert einem das noch lange keinen Job. Berufserfahrung ist bei den meisten Arbeitgebern gewünscht und muss nach dem Studium erstmal gesammelt werden. Dafür sind Volontariate und Traineeships besonders für Berufseinsteiger zu empfehlen.

Duales Studium

Praxisphasen und Studentenleben vereint – und obendrein gibt es gleich zwei Abschlüsse. Man bekommt Gehalt, die Übernahmechancen sind gut und die kleinen Studiengruppen erleichtern das Lernen in der Uni. Allerdings sind die Theoriephasen nicht ohne - die Arbeitsbelastung ist enorm. Es gibt keine Semesterferien, sondern nur die Urlaubstage vom Unternehmen. In kurzer Zeit müssen wissenschaftliche Elemente gelernt werden und wenige Wochen später in Klausuren abrufbar sein. Das Studentenleben eines Nicht-Dualis ist somit ein vollkommen anderes. Außerdem ist der Tätigkeitsbereich durch die Stelle im Betrieb genau vorgegeben, weshalb es keine zusätzliche Schwerpunkt-Wahl gibt. Merkt man nach ein paar Monaten, dass die Entscheidung für ein Duales Studium nicht die richtige war, so ist es schwierig aus dem Vertragsverhältnis mit dem Lehrbetrieb zu kommen.